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Zur Geschichte des Instituts für Interdisziplinäre Baltische Studien

 

Das IIBS wurde 1993 von der damaligen Rektorin der WWU, Frau Prof. Dr. M. Wasna, gegründet. Das Aufgabenfeld des IIBS umfasste drei große Bereiche:

  1. die Fortführung des Studiengangs "Baltische Philologie", auch über die Emeritierung von Prof. Dr. F. Scholz (1993) hinaus,
  2. die Organisation und Durchführung der jährlich stattfindenden Intensivsprachkurse für die Sprachen des Baltikums,
  3. sollte das Institut Drehscheibe für die Kontakte der WWU mit den Ländern des Baltikums sein.

All diesen Aufgaben wurde das Institut seit seiner Gründung in überaus erfolgreicher Weise gerecht. Mit geringstem personellen Aufwand (nur eine Planstelle einer AOR) erfüllte und erfüllt es vielfältige Aufgaben hat dafür gesorgt, dass Münster und die WWU im In- und Ausland im Bereich der Baltischen Studien, der Baltikumsfoschung und nicht zuletzt im wisschenschaftlichen, politischen und kulturellen Leben der als eine der ersten Adressen in Westeuropa gilt. Im Rahmen der Partnerschaftsverträge, die die WWU mit den Universitäten aller drei Baltischen Länder geschlossen hat (Tartu, Riga, Vilnius), hat das IIBS durch seine vielfältigen Tätigkeiten der Universität Münster einen großen Ansehenszuwachs verschafft.

1993 wurden die baltistischen Bücher aus dem Bestand des Slavisch-Baltischen Seminars ausgesondert und und zusammen mit den finnischen sowie die finnische Sprach- und Literatuerwissenschaft betreffenden Büchern zur Bibliothek des IIBS zusammengestellt. Obwohl sich der Bibliotheksbestand des IIBS seither als eingenstädig präsentierte, blieb er doch mit dem Slavisch-Baltischen Seminar eng verbunden, denn beide Bestände werden gemeinsam bibliothekarisch betreut.

Die Planstelle sowie die Räume und der Etat des IIBS stammen ursprünglich aus einem Finnisch-Lektorat, das Prof. Dr. F. Scholz in den 1960er Jahren vom Institut für Allgemeine Sprachwissenschaft übernommen hatte und das bis in die 1990er Jahre hinein ständig besetzt war. Nachdem das Lektorat nicht mehr besetzt werden konnte, wurden besoldete Lehraufträge im Rahmen von 6 SWS zur Abhaltung von finnischen und ungarischen Sprachkursen erteilt. Für diese Fortführung hatte sich der damalige Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, J. Rau, nach einem Gespräch mit dem finnischen Botschafter perönlich bei der Universitätsverwaltung eingesetzt.

Das IIBS pflegte und pflegt auch über die bibliothekarische Ebene hinaus eine enge Kooperation mit dem Slavisch-Baltischen Seminar(SBS). So waren Angehörige des SBS auch baltistisch tätig. Beispielsweise hielt Dr. W. Tenhagen bis 2004 zusätzlich zu seinen am SBS zu leistenden Stunden regelmäßig unentgeltlich Lehrveranstaltungen  am IIBS ab. In der Literaturwissenschaft bietet Prof. Dr. Sproede noch heute bisweilen slawisch-baltisch-deutsche komparatistische Seminare und Vorlesungen an.

Geleitet wird das IIBS von einem Vorstand, der sich aus Angehörigen unterschiedlicher Fachbereiche zusammensetzt und:

 

  • Prof. Barz (Biochemie)
  • Prof. em. Scholz (Baltische Philologie)
  • Prof. Sproede (Slavische Philologie)
  • Prof. Dieckheuer (Wirtschaftswissenschaften)
  • Prof. em. Ribbat (Deutsche Philologie)
  • Prof. Funke (Alte Geschichte)
  • Prof. Schlüter (Rechtswissenschaften)
  • Prof Sturm (Evangelische Theologie)
  • Prof. Toellner (Medizin)
  • Prof. Becker (Wirtschaftsinformatik)
  • RD Dapper

Die Funktion des kommissarischen Direktors hatte von 1993 bis 1999 Prof. Dr. F. Scholz inne. Seit Januar 2000 wird das IIBS von Prof. Dr. W. Schlüter geleitet.

Seit seiner Gründung sah das Institut für Interdisziplinäre Baltische Studien eine Hauptaufgabe in der Vermittlung und Verbreitung der Baltischen Sprachen und Kulturen. Es leistete damit einen wichtigen Beitrag zur Steigerung des Bekanntheitsgrades der Baltischen Länder und förderte damit den europäischen Integrationsprozess. Mit den jährlichen Intensivkursen in den Baltischen Sprachen im Rahmen des "Münsteraner Programms" stand dem IIBS hier ein überaus effektives Instrument zur Verfügung.
Die Intensivkurse in den Sprachen des Baltikums wurden seit 1989 jährlich durchgeführt. Sie gliederten sich in drei Phasen:

  1. Eine sechswöchige Intensiv-Lernphase im Haus Annaberg, Bonn.
  2. Eine Festigungsphase über das anschließende Sommersemester.
  3. Einen 4-wöchigen Aufenthalt in den Ländern des Baltikums zur Festigung der erworbenen Sprachkenntnisse.

Im Anschluss an den Auslandsaufenthalt legten die Kursteilnehmer wiederum im Haus Annaberg eine schriftliche und eine mündliche Prüfung ab und erwarben so ein Zertifikat über ihre Sprachkompetenz in der betreffenden Sprache des Baltikums.

Bedauerlicherweise musste die Durchführung der Intensivkurse des "Münsteraner Programms" im Jahre 2006 eingestellt werden, da für die Fortführung dieses wichtigen Projekts trotz großer Teilnehmer-Nachfrage und intensiver Bemühungen des IIBS keine Investoren gefunden werden konnten.

Weitergehende Informationen zum "Münsteraner Programm" und zu den Intensivkursen in den Sprachen des Baltikums finden Sie hier.

 

 


 



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