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Am Institut für Klassische und Frühchristliche Archäologie / Archäologisches Museum der Universität Münster ist das Studium der Fächer Klassische Archäologie und Christliche Archäologie möglich. Beide Studienfächer sind an mehreren, zum Teil interdisziplinären altertumswissenschaftlichen Bachelor-Studiengängen beteiligt; an diese lassen sich wiederum entsprechende Master-Studiengänge anschließen.

Die Studienfächer


Was ist Klassische Archäologie?

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Die Klassische Archäologie versteht sich als eine historische und als eine kunsthistorische Wissenschaft. Sie beschäftigt sich mit der gesamten materiellen Hinterlassenschaft der Kulturen des Mittelmeerraums und seiner Nachbargebiete in dem Zeitraum vom 2. Jahrtausend v. Chr. bis in die Spätantike (ca. 300 n. Chr.). An deutschsprachigen Universitäten gibt es zwei traditionelle Schwerpunkte: Einen zeitlichen – ca. zwischen 1000 v. Chr. und 300 n. Chr. – sowie einen regionalen – auf Griechenland und Rom. Von der Klassischen Archäologie werden auch archäologische Feldforschungen betrieben, doch sind ihre hauptsächlichen Einsatzorte die Bibliothek und der Schreibtisch.

Was ist Christliche Archäologie?

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Die Christliche Archäologie behandelt frühchristliche und frühmittelalterliche Denkmäler in einem Zeitraum ungefähr zwischen dem 3. Jahrhundert und dem späten 1. Jahrtausend n. Chr. Wie im Namen angelegt, stehen jene materiellen Zeugnisse im Vordergrund, die in Beziehung zum Christentum gebracht werden können. Dies hat zur Folge, dass Denkmäler sakralen Charakters einen gewissen Schwerpunkt der Christlichen Archäologie bilden. Das Fach beschränkt sich in Münster zudem nicht auf christliche Denkmäler, sondern bezieht auch die pagane, jüdische und frühislamische Kunst der Spätantike und des frühen Mittelalters mit ein.

Ziel des Studiums

Ziel des Studiums ist die Vermittlung grundlegender Kenntnisse der Denkmäler und der wissenschaftlichen Arbeitsmethoden der Klassischen Archäologie und der Frühchristlichen Archäologie. Das Studium dient insbesondere der Aneignung fachbezogener und interdisziplinärer Methodenkompetenz. Dadurch soll die Befähigung zur selbständigen Entwicklung von Fragestellungen und Lösungsansätzen kulturgeschichtlicher Probleme erworben werden.

Einführende Literatur


Klassische Archäologie

  • B. Bäbler, Archäologie und Chronologie. Eine Einführung (Darmstadt 2004).
  • U. Bergemann, Orientierung Archäologie. Was sie kann, was sie will (Reinbek bei Hamburg 2000).
  • A. H. Borbein -T. Hölscher - P. Zanker (Hrsg.), Klassische Archäologie. Eine Einführung (Berlin 2000).
  • T. Hölscher, Klassische Archäologie. Grundwissen (Darmstadt 2002).
  • F. Lang, Klassische Archäologie. Eine Einführung in Methode, Theorie und Praxis (Tübingen - Basel 2002).
  • U. Sinn, Einführung in die Klassische Archäologie (München 2000).

Christliche Archäologie

  • F. W. Deichmann, Einführung in die christliche Archäologie (Darmstadt 1983).
  • F. W. Deichmann, Archeologia cristiana (Rom 1993). (mit neuerer Literatur und Abbildungen)
  • A. Effenberger, Frühchristliche Kunst und Kultur. Von den Anfängen bis zum 7. Jahrhundert (München 1986).
  • J. Engemann, Deutung und Bedeutung frühchristlicher Bildwerke (Darmstadt 1997).
  • G. Koch, Frühchristliche Kunst. Eine Einführung (Stuttgart u. a. 1995).
  • J. Lowden, Early Christian & Byzantine Art (London 1997).

Wichtige Rezensionsorgane

  • Bonner Jahrbücher (BJb)
  • Byzantinische Zeitschrift (ByzZ)
  • Gnomon
  • Jahrbuch für Antike und Christentum (JbAC)

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