Conference

Media Transitions and Cultural Debates in Arab Societies

Arab-German Young Academy of Sciences and Humanities (AGYA), November 24-26, 2017
Media Transitions and Cultural Debates in Arab Societies Plakat
© Tasnim Baghdadi

In the last decades, the Arab world has witnessed the emergence and broad diffusion of ʻnewʼ media, most prominently the Internet. However, the adoption of digital technologies is not the first media transition to occur. It could be compared to the transition from oral to script culture, from manuscript to print culture, or the emergence of audio-visual media, such as radio, TV, photography and film.

Applying a transhistorical perspective (9th-21st century), the conference aims at exploring how the emergence and diffusion of new communication technologies have affected the conditions of cultural production, distribution, and reception and how cultural debates are shaped by the use of different media.

The conference will be hosted by the Arab-German Young Academy of Sciences and Humanities (AGYA).

More information are to be found on the Flyer as well as the AGYA website.

International Workshop

Interdisciplinary Approaches to Legal Pluralism in Muslim Context

Westfälische Wilhelms-Universität Münster, October 06-07, 2016
Interdisciplinary Approaches To Legal Pluralism Plakat Web
© Ahmad Nizar Ramadan

Mit Konzepten und Theorien über Rechtsvielfalt in muslimischen Kontexten beschäftigt sich ein interdisziplinärer Workshop am Exzellenzcluster „Religion und Politik“ der Uni Münster. „Rechtspluralismus ist nach wie vor ein umstrittenes Konzept. Für viele Juristen und Politikwissenschaftler stellt die Vorstellung einer parallelen Existenz mehrerer Rechtsordnungen ein normatives Problem dar“, erläutert der Islamwissenschaftler Prof. Dr. Norbert Oberauer vom Forschungsverbund, der die Veranstaltung organisiert. Anthropologen hingegen würden rechtliche Phänomene aus einer empirischen Perspektive betrachten und Recht eher gemäß seiner tatsächlichen Funktion definieren. Dieser Ansatz erfordere die Anerkennung eines faktisch bestehenden Rechtspluralismus. Auf der Tagung sollen beide Perspektiven zusammengeführt werden.

„Obwohl sich normative und empirische Herangehensweisen grundlegend voneinander unterscheiden, sind sie in gewissem Ausmaß voneinander abhängig“, so Prof. Oberauer. Einerseits bedürften Wissenschaftler mit normativem Ansatz empirische Daten, um zu beurteilen, wie Akteure in rechtspluralistischen Zusammenhängen handeln, und um Gefahren und Herausforderungen zu erkennen, die durch Rechtspluralismus entstehen könnten. Andererseits begegneten Rechtsanthropologen rechtspluralistischen Situationen oft mit Fragen, die auf normativen Annahmen basierten.

Staatliches, religiöses und Gewohnheitsrecht nebeneinander

Die aktuelle Forschung zu Rechtsvielfalt im muslimischen Kontext konzentriert sich dem Islamwissenschaftler zufolge meist auf zwei Konstellationen: „Auf der einen Seite beschäftigen sich zahlreiche Studien mit starken Staaten, in denen Muslime mit Migrationshintergrund religiös- oder gewohnheitsrechtliche Institutionen begründen und nutzen. Auf der anderen Seite beschäftigen sich Forscher mit schwachen Staaten, die oft eine lange Geschichte der Koexistenz von staatlichem und religiösem Recht sowie Gewohnheitsrecht aufweisen.

Ziel des Workshops sei es, diese beiden Blickwinkel zusammenzuführen und dabei unterschiedliche methodische und disziplinäre Perspektiven miteinander zu verbinden. „Wir wollen ein Forum schaffen für den Austausch zwischen Wissenschaftlern, die sich mit Rechtspluralismus in schwachen wie auch in starken Staaten beschäftigen, und die dabei empirische wie auch normative Herangehensweisen verfolgen. Wir hoffen, auf diesem Wege unsere theoretischen Grundannahmen über Rechtspluralismus überprüfen und fortentwickeln zu können.“

Der englischsprachige Workshop mit dem Titel „Interdisciplinary Approaches to Legal Pluralism in Muslim Context“ (Interdisziplinäre Zugänge zu Rechtspluralismus in muslimischen Kontexten) findet vom 6. bis 7. Oktober in den Räumen JO 101 und JO 01 im Hörsaalgebäude des Exzellenzclusters, Johannisstraße 4, statt.

Der Workshop geht zurück auf das Forschungsprojekt am Exzellenzclusters , A2-12 „Die Maximenliteratur im islamischen Recht: Normengestaltung zwischen theologisch-epistemologischen und juristisch-pragmatischen Anforderungen“ sowie das Projekt “Legal Pluralism in Muslim context – Conflictregulation in Muslim communities on the basis of customary and Islamic law and its relation to their legal environment” des Instituts für Arabistik und Islamwissenschaft der Uni Münster, das durch die Gerda -Henkel- Stiftung gefördert wird. Beide Projekte werden von Prof. Oberauer geleitet. (exc/maz/ska)

Weitere Informationen erhalten Sie auf dem Flyer und Plakat.