Häufig gestellte Fragen

  • Welche Inhalte behandelt der Studiengang? Wie ist das Studium aufgebaut?

    Einen wesentlichen Anteil im Studium nimmt das Erlernen der Arabischen Sprache ein: Der Arabischkurs beginnt im ersten Fachsemester und erstreckt sich mit jeweils 6 Semesterwochenstunden (SWS) über die ersten vier Semester. Die Kurse Arabisch I und Arabisch II, sowie die Kurse Arabisch III und Arabisch IV sind dabei einem Grund- bzw. einem Aufbaumodul zugeordnet, die jeweils mit einer Klausur abgeschlossen werden. In den ersten beiden Fachsemestern ist dazu ein weiteres zweisemestriges Grundmodul Einführung in die Islamwissenschaft  zu belegen, in dem die Studierenden mit der Geschichte, dem fachlichen Spektrum sowie den fachspezifischen Methoden und praktischen Arbeitsweisen der Islamwissenschaft vertraut gemacht werden. Neben der Arabischen Sprache bilden die vier  thematischen Aufbaumodule zu den Themen

    • Geschichte
    • Theologie, Philosophie, Mystik
    • Recht und Politik
    • Arabische Literatur

    den zweiten Schwerpunkt des Studiums. Jedes dieser Module besteht aus einer Vorlesung, einer Übung und einem Seminar. Alle drei Veranstaltungen eines Moduls sollten möglichst innerhalb des gleichen Semesters absolviert werden. Da diese thematischen Module erste Arabischkenntnisse voraussetzen, absolviert man sie in der Regel zwischen dem dritten und dem sechsten Fachsemester.
    Zu jedem beliebigen Zeitpunkt des Studiums belegt werden kann ein zusätzliches Wahlmodul, bei dem  man zwischen den Themen Transfer kulturwissenschaftlicher Kompetenz (hier geht es z.B. um die berufspraktische Anwendung der im Studium erworbenen Kenntnisse bei der Vermittlung von Fachwissen an die Öffentlichkeit oder die selbständige Organisation von Veranstaltungen oder Projekten) und Historische Anthropologie  (hier geht es um Zugänge zu islamwissenschaftlichen Fragestellungen aus der Perspektive der historischen Anthropologie) wählen kann.
    Im Zwei-Fach-Bachelor-Studium sind zudem die sogenannten Allgemeinen Studien vorgesehen, in denen alle Studierenden fachübergreifend methodische, berufsbezogene oder zusätzliche sprachliche Kompetenzen erwerben sollen. In diesem Bereich ist für die Studierenden im BA Arabisch-Islamische Kultur ein Sprachkurs in einer zweiten Islamsprache (derzeit werden Türkisch und Persisch angeboten) oder einem arabischen Dialekt obligatorisch. Es ist auch möglich, ein selbstorganisiertes fachspezifisches Praktikum im Rahmen der Allgemeinen Studien zu absolvieren.
    Das BA-Studium umfasst sechs Semester und wird mit der Bachelorarbeit in einem der beiden Fächer abgeschlossen.

    Details zu Inhalten, Aufbau und Prüfungsleistungen sind in der  Bachelor-Rahmenprüfungsordnung der WWU, in den  fächerspezifischen Bestimmungen und Modulbeschreibungen für den Bachelor-Studiengang Arabisch-Islamische Kultur in der ersten Änderung der Fächerspezifischen Bestimmungen und der zweiten Änderung der Fächerspezifischen Bestimmungen geregelt. Informationen zu Allgemeinen Studien finden sie hier. Der Studienablauf ist  hier schematisch dargestellt.

    Ab dem Wintersemester 2011/12 kann im BA Arabisch-Islamische Kultur das Modul 5 Sprache des MA-Studiengangs Islamwissenschaft und Arabistik als sogenanntes Zusatzmodul studiert werden. Das Modul umfasst drei Lehrveranstaltungen:

    • Übung: Lexikographie
    • Übung: Grammatik des Hocharabischen
    • Sprachkurs in einer zweiten Islamsprache oder einem Dialekt

    Leistungen, die in der Bachelorphase in Lehrveranstaltungen dieses Moduls erbracht werden, werden später im MA-Studiengang angerechnet. Die Regelung zu diesem Zusatzmodul ist hier einzusehen.

  • Welche Fähigkeiten und Kenntnisse vermittelt das Studium?


    Absolventen des BA Arabisch-Islamische Kultur

    • können moderne und klassische arabische Texte lesen und verstehen
    • können in Alltagssituationen auf Arabisch kommunizieren
    • verfügen über Grundkenntnisse einer weiteren Islamsprache
    • können daher die arabisch-islamische Kultur aus ihren Originalzeugnissen heraus verstehen

    Darüber hinaus

    • verfügen sie über breit angelegte Kenntnisse der relevanten Gebiete der arabisch-islamischen Kultur: Geschichte, Religion, Recht und Politik, Literatur 
    • beherrschen sie fachspezifische Arbeitsweisen und Methoden und können damit neue Gebiete jederzeit selbständig erschließen
    • können sie aktuelle Entwicklungen im Bereich des Islam in ihren historischen, gesellschaftlichen, kulturellen  und/oder religiösen  Kontext einordnen,  sie so besser verstehen und anderen erklären

    Absolventen des BA Arabisch-Islamische Kultur

    • können aufgrund ihrer  mehrjährigen intensiven Beschäftigung mit einer nichteuropäischen Kultur die Relativität kulturspezifischer Werte, Normen und Verhaltensweisen erkennen und reflektieren
    • verfügen daher  in höchstem Maß über interkulturelle Schlüsselkompetenzen

  • Welche beruflichen Perspektiven haben Absolventinnen und Absolventen?


    Der BA-Studiengang Arabisch-Islamische Kultur qualifiziert in Kombination mit einem Zweitfach für zahlreiche Berufsfelder, in denen breit angelegte islamwissenschaftliche Kenntnisse und ein hohes Maß an interkulturellem Verstehen nützlich sind. Das Zweitfach sollte möglichst mit Blick auf die für später angestrebte Tätigkeit ausgewählt werden.
    Berufsfelder, die sowohl für BA- als auch für MA-Absolventen in Frage kommen, sind z.B.:

    • Journalismus und Medien; z.B. (Online-)Redaktionen, Kommunikationsagenturen, Media Monitoring
    • Politikberatung, z.B. Ministerien, parteinahe Stiftungen, NGOs, Consultingfirmen
    • Wirtschaftsberatung, z.B. Unternehmen, Außenhandelskammern
    • Integrations- und Migrantenarbeit, z.B. Bundes- und Landesministerien, Stiftungen, islamische Verbände und Organisationen
    • Informationsbeschaffung und -analyse, z.B. Bundes- und Landeskriminalämter, Geheimdienste
    • Kulturvermittlung, z.B. Erwachsenenbildung, Museen, Tourismus
    • Kulturaustausch, z.B. DAAD, Goethe-Institute
    • Veranstaltungsmanagement
    • Sprachvermittlung
    • Hochschulmanagement, z.B. International Offices der Hochschulen

    Alternativ ist der BA-Studiengang Arabisch-Islamische Kultur die Grundlage für den vertiefenden und spezialisierenden MA-Studiengang Islamwissenschaft und Arabistik, der weitere spezifische Berufsfelder eröffnet.

Verfahren zur Anmeldung der Bachelorarbeit

Allgemeine Regelungen für die Bachelorarbeiten finden sich in § 11 und § 12 der Rahmenordnung für die Bachelorarbeiten innerhalb des Zwei-Fach-Modells an der WWU. Regelungen zur Bachelorarbeit im Fach Islamwissenschaft/Arabistik finden sich in § 4 der Prüfungsordnung Infos zum Anmeldeverfahren finden Sie auf der Seite des  Prüfungsamts I. Die nötigen Formulare können Sie auch hier herunterladen.

Wenn Sie sich entschieden haben, Ihre Bachelorarbeit im Fach Arabisch-Islamische Kultur zu schreiben, überlegen Sie zunächst, wer als Erstgutachter für das von Ihnen gewünschte Themengebiet in Frage kommt. Erstgutachter muss ein/e ProfessorIn des Instituts für Arabistik und Islamwissenschaft sein, als Zweitgutachter können auch die wissenschaftlichen MitarbeiterInnen des Instituts fungieren. Bei interdisziplinär angelegten Arbeiten kann nach Absprache mit dem Erstgutachter auch ein Zweitgutachter aus einem anderen Fach, in der Regel dem Zweitfach, benannt werden. Gutachter kann nur jemand sein, der/die regelmäßig Lehrveranstaltungen in dem Bereich Ihres Themas anbietet.

Sprechen Sie mit dem/r ErstgutachterIn dasThema der Bachelorarbeit und den genauen Titel ab. Der/die ErstgutachterIn bestimmt den/die ZweitgutachterIn. Besprechen Sie bitte mit ihm/ihr, wer das Zweitgutachten erstellen soll. Holen Sie unbedingt auch das Einverständnis des/der ZweitgutachtersIn ein, die Arbeit mit zu begutachten.

Zur Komplettierung des von Ihnen ausgefüllten Anmeldeformulars benötigen Sie

  • die Unterschrift des Erstgutachters, der das Thema vergibt und bestätigt, dass er/sie die Betreuung der Arbeit übernimmt.
  • die Unterschrift der Studienkoordinatorin, die bestätigt, dass Sie die Anmeldevoraussetzungen erfüllen. Bitte legen Sie hierzu einen aktuellen QISPOS-Ausdruck Ihrer Studien- und Prüfungsleistungen vor.
  • einen Institutsstempel, den Sie im Sekretariat erhalten.

Mit den unterschriebenen Formularen melden Sie dann im Prüfungsamt I Ihre Bachelorarbeit an.

Die Bearbeitungsfrist von sechs Wochen beginnt mit dem Tag der Unterschrift des Erstgutachters. Der Abgabetermin wird Ihnen vom Prüfungsamt mitgeteilt. Die Korrektur durch die Gutachter erfolgt danach innerhalb von höchstens acht Wochen.

Wenn Sie zum Wintersemester ein Masterstudium aufnehmen möchten, sollten Sie die BA-Arbeit spätestens bis Ende August abgeben. Ein späterer Abgabetermin muss mit den Gutachtern abgesprochen werden. Werden Arbeiten erst nach dem 30. September - also im Wintersemester - abgegeben, ist eine zeitnahe Korrektur, die den Wechsel in den Master zum Wintersemester ermöglichen würde, nicht mehr gewährleistet.

 

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Kontakt und Beratung

Für weitere Fragen und zur Fachstudienberatung steht Frau Dr. Springberg-Hinsen zur Verfügung. Gerne können Sie Frau Dr. Springberg-Hinsen kontaktieren, um einen Sprechstundentermin zu vereinbaren.