AFO präsentiert Zukunftstechnologien auf der Ecogerma 2009


Auf der ersten deutsch-brasilianischen Messe für Nachhaltigkeitstechnologien, präsentierte die AFO im März in São Paulo, ausgewählte Forschungsprojekte: Die Forschungskooperation des Geologisch-Paläontologischen Institut der WWU und der Firma Klostermann aus Coesfeld im Bereich der Hydrogeologie entwickelte einen wasserdurchlässigen Pflasterstein, der Schadstoffe wie Schwermetalle und Kohlenwasserstoffe zurückhält. Dr. Daniel Klein, Forscher am Internationalen Institut für Wald und Holz NRW an der WWU, präsentierte Möglichkeiten für KMU, vom Kohlenstoffdioxid-Emissionshandel zu profitieren. Ebenfalls vorgestellt wurden die nachhaltige Kautschukgewinnung aus Löwenzahn von Dr. Christian Schulze-Gronover und Prof. Dr. Dirk Prüfer sowie die Wasserstofferzeugung aus Grünalgen von Prof. Dr. Michael Hippler (beide Projekte: Institut für Biochemie und Biotechnologie der Pflanzen) sowie die Brennstoffzellenforschung von Prof. Dr. Mario Ohlberger, Institut für Numerische und Angewandte Mathematik.



Forschungsprojekt Evaporation – Beispiel einer regionalökonomischen Kooperation


Eines der Projekte, die auf Initiative der AFO am Gemeinschaftsstand des BMBF vertreten sein werden, ist das Forschungsprojekt Evaporation. Seit November 2007 arbeitet das Institut für Angewandte Geologie der WWU und die Firma Heinrich Klostermann Betonwerke GmbH & Co. KG aus Coesfeld in diesem DBU-geförderten Projekt zusammen: Ein 2006  von Klostermann entwickelter wasserdurchlässiger Pflasterstein wird bereits bundesweit zur Regenwasserbehandlung eingesetzt und hält Schadstoffe wie Schwermetalle und Kohlenwasserstoffe zurück. Das Kooperations-Projekt entwickelte diesen Pflasterstein weiter:  Durch Veränderung von Körnung, Zusammensetzung und Farbe des Steins sowie der darunterliegenden Schottermaterialien kann das im Stein zurückgehaltene Wasser verstärkt verdunsten, um so das Stadtklima zu fördern und die Regenwasser-Kanalsysteme zu entlasten. Im niederschlagreichen und jüngst von Hochwasser-Katastrophen heimgesuchtes Bundesland Santa Catarina Brasilien werden bisher kaum innovative Straßenbeläge wie dieser Pflasterstein eingesetzt.


Forschungsprojekte für Nachhaltigkeit in Brasilien  

WWU auf der Ecorgerma 2009 in São Paulo vertreten

Bildinformation (v.l.):
Dr. Daniel Klein (Institut für Wald und Holz NRW), Phillip Starke (Geologisch-Paläontologischen Institut) und Daniel Rugerio Bonenkamp (AFO) erklären den Besuchern der Ecogerma 2009 in São Paulo die Forschungsprojekte der WWU.

Bereits seit Jahren unterhält die WWU aktive Partnerschaften an Hochschulen und Unternehmen in Brasilien. Auf der Ecogerma 2009 in São Paulo, der ersten deutsch-brasilianischen Messe für Nachhaltigkeitstechnologien, präsentiert die WWU ihre Forschung zum Thema anhand einiger ausgewählter Projekte.

So informierten sich bereits das Büro des Bürgermeisters von São Paulos bei Phillip Starke über eine Forschungskooperation aus der Hydrogeologie: Im Geologisch-Paläontologischen Institut wurde ein wasserdurchlässiger Pflas-terstein entwickelt, der ebenso Schadstoffe wie Schwermetalle und Kohlenwasserstoffe zurück hält und in der regenreichen Megastadt São Paulo vielseitig zum Einsatz kommen kann.

Dr. Daniel Klein, Forscher am Internationalen Institut für Wald und Holz NRW, bietet Struktur- und Markt-Analysen besonders für kleine und mittelständi-sche Unternehmen an: Er zeigt ihnen, wie sie vom CO2-Emissionshandel profitieren. Bereits am ersten Tag konnten auf der Ecogerma Kontakte zur Wald- und Forstwirtschaft Brasiliens geknüpft werden.

Weitere Forschungsprojekte, die vorgestellt werden, sind die nachhaltige Kautschukgewinnung aus Löwenzahn durch Dr. Christian Schulze-Gronover und Prof. Dr. Dirk Prüfer (Institut für Biochemie und Biotechnologie der Pflanzen), die Brennstoffzellenforschung durch Prof. Dr. Mario Ohlberger (Institut für Numerische und Angewandte Mathematik) und die Wasserstofferzeugung aus Grünalgen durch Prof. Dr. Michael Hippler (Institut für Biochemie und Biotechnologie der Pflanzen).

Bundesministerin Annette Schavan eröffnete die Messe am Donnerstag mit den Worten: „Angesichts der weltweiten Wirtschaftskrise müssen wir gerade jetzt in Zukunftstechnologien investieren. Umwelttechnologien schaffen zweierlei: Sie sind ein sehr guter Weg, um den steigenden Herausforderungen beim Klimawandel und beim Umweltschutz gerecht zu werden. Und sie sind ein rasant wachsender Markt, von dem deutsche Unternehmen be-sonders profitieren können. Unternehmen aus Deutschland sind schon jetzt auf diesem Gebiet weltweit führend – und sie können ihre Spitzenposition künftig weiter ausbauen.“

Ecogerma Ministerfoto

Mehreren Abkommen zur verstärkten Kooperation beim Wissenschaftler-Austausch und zur Zusammenarbeit bei der beruflichen Bildung wurden unterzeichnet. Die Ministerin bekräftigte die Wichtigkeit und das hohe Potenzial der bilateralen Kooperationen und kündigte für 2010 das Deutsch-Brasilianische Forschungsjahr an. Mit ihren vielfältigen Projekten und Kooperationsbeziehungen wird dies dann ein gutes Jahr für die Zusammenarbeit der WWU mit Brasilien werden.

Die Ecogerma 2009 findet vom 12. Bis 15. März in São Paulo, Brasilien, statt. Die Messe bietet Wirtschaft, Forschung und Politik Gelegenheit, sich über neueste Entwicklungen „Made in Germany“ zu informieren. Während der vier Messetage werden 20.000 bis 30.000 Besucher auf dem größten Messegelände Südamerikas erwartet. Die Arbeitsstelle Forschungstransfer (AFO) unterhält seit langen Jahren enge Beziehungen zur AHK São Paulo. Daher freuten sich Sandra Wiegand, Projektkoordinatorin, und Daniel Rugerio Bonenkamp, Mitarbeiter im Bereich „Latin American Affairs", besonders über die Teilnahme an der feierlichen Eröffnung des Deutschen Wissenschafts- und Innovationshaus São Paulo und an der Messe vom 12. bis zum 15. März teilzunehmen. Im Anschluss an die "Ecogerma" wird die WWU-Delegation die Partnerhochschule Universidad São Paulo besuchen.

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