DFG-Ausstellung arbeitet NS-Vergangenheit auf
Die Wanderausstellung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) „Wissenschaft, Planung, Vertreibung. Der Generalplan Ost der Nationalsozialisten“ thematisiert den 1942 angelegten und später als „Generalplan Ost“ bezeichneten Plan, knapp fünf Millionen Deutsche in den eroberten Gebieten zu vertreiben, zu versklaven oder zu ermorden. Unter Mitarbeit der WWU-Juniorprofessorin Dr. Isabel Heinemann setzt sich die DFG mit der eigenen NS-Vergangenheit auseinander: Vor mehr als 60 Jahren finanzierte die Gesellschaft die wissenschaftlichen Forschungen, um sie dezidiert für die nationalsozialistische Eroberungs- und Vernichtungspolitik zu nutzen, u. a. im Generalplan Ost.
Der DFG-Präsident Prof. Dr. Matthias Kleiner und Rektorin Prof. Dr. Ursula Nelles eröffneten im November die Ausstellung in Münster. Die AFO organisierte die Eröffnung und freute sich, Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Stadtgesellschaft begrüßen zu können. Frau Prof. Heinemann bietet im Januar einen öffentlichen Workshop zur Ausstellung an.

